Heute morgen ab 7 Uhr wurde eine Hausdurchsuchung in einer linken Wohngemeinschaft in der Dortmunder Innenstadt durchgeführt.

Sechs Beamt*innen durchsuchten das Zimmer des beschuldigten Aktivisten, die Gemeinschaftsräume der Wohnung sowie den dazugehörigen Keller. Beschlagnahmt wurde lediglich ein Gegenstand, der nicht mit dem laufenden Ermittlungsverfahren in Verbindung steht.

Die Wohnung wurde durch einen Schlüsseldienst geöffnet und die Schlösser vor Ort ausgetauscht.

Der beschuldigte Aktivist wurde nicht angetroffen. Ein anwesender Mitbewohner reagierte richtig und informierte einen Zeugen, welcher der Durchsuchung beiwohnte. Außerdem wurde umgehend eine solidarische Kanzlei informiert.

Die Rote Hilfe e.V. Dortmund protestiert gegen diesen Angriff auf die Privatsphäre der linken Wohngemeinschaft. Hausdurchsuchungen dienen neben angeblicher Beweissicherung auch der Strukturermittlung, um linke Zusammenhänge zu durchleuchten und die betroffenen Aktivist*innen einzuschüchtern.

Umso wichtiger ist es für Betroffene, besonnen und überlegt zu handeln, sowie die eigenen Rechte zu kennen.

Hier geht es zu unserer Broschüre „Hausdurchsuchung. Was tun?“

Auch in diesem Fall gilt: Beschuldigt ist einer, gemeint sind wir alle! 
Unsere Solidarität gegen ihre Repression!


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